PRESSE-ERKLÄRUNG

 

Rettungsanker fürs Tierheim


Wiehl - Der Überlebenskampf im Tierheim Koppelweide geht unvermindert weiter. „Die Betriebs-, Personal-, Futter- und Tierarztkosten erdrücken uns förmlich“, erklärte heute Rainer Gaertner, der Vorsitzende des Tierschutzvereins Oberberg. „Das Damoklesschwert der Insolvenz schwebt ständig über uns“, heißt es in einer Presse-Erklärung zur finanziellen Notlage des Heims. Deshalb ruft der Tierschutzverein jetzt noch mal alle Tierfreunde im Oberbergischen auf, an einer großen Spendenaktion teilzunehmen unter dem Motto „Rettungsanker für das Tierheim Koppelweide“. Bei der Aktion sollen für kleinere Spenden zwischen 100 und 300 €, für mittlere bis 1.000 € und für große über 1.000 € verschiedene Urkunden mit dem Symbol eines Rettungsankers den Spendern überreicht werden. Selbstverständlich erhalte auch jeder, der über 100 € spendet, eine steuerlich abzugsfähige Zuwendungsbescheinigung. Bis 100 € gelte der Einzahlungsbeleg der Bank oder Sparkasse als Spendenquittung. Rainer Gaertner betont, dass nur durch dauerhafte Zuwendungen in einer bestimmten Größenordnung das Tierheim Koppelweide zu erhalten sei. Wenn das nicht geschehen würde, müsse das Heim endgültig geschlossen werden. Die Schließung käme für die dort beherbergten Tiere natürlich einer Katastrophe gleich. „Wenn andere Tierheime, die ähnliche Probleme haben wie wir, uns wenigstens einen Teil der 300 Tiere abnähmen, wäre das schon viel“, meint Gaertner mit sorgevollem Blick auf die alten und teils kranken Hunde und Katzen, für die sich wahrscheinlich niemand erbarmen würde. Auf sie warte letztendlich der Tod. Hinzukäme im Zusammenhang mit einer Insolvenz natürlich auch der Verlust einer ganzen Reihe von Arbeitsplätzen, die bei der Schließung wegfielen.


„Es ist ein schlimmer und auf Dauer untragbarer Zustand, ewig um Almosen betteln zu müssen, damit unser Tierheim weiter existieren kann“, beklagt Gaertner. Sehr viel sei in den vergangenen vier Jahren seit dem Führungswechsel erreicht worden - von zahlreichen Sanierungsmaßnahmen über strukturelle und hygienische Verbesserungen bis hin zu den neu geschaffenen Freigehegen und Ausläufen für die Tiere, doch eins hätte sich nicht geändert: die finanzielle Not. Gerade durch den strengen Winter seien Heizkosten in überdurchschnittlicher Höhe angefallen, die das Budget schwer belastet hätten. „Das fangen wir nicht mehr auf, wenn wir keine zusätzliche Hilfe erfahren“, mahnt Gaertner und bedauert gleichzeitig die zwar in Aussicht gestellte, aber bis jetzt nicht realisierte Finanzspritze vom Kreis. „Wir haben den Eindruck, dass die Ankündigung der finanziellen Hilfe durch den Landrat nur ein leeres Versprechen war“, resümiert Gaertner, der nun hofft, dass durch die Spendenaktion doch noch genügend Geld zusammengetragen werden kann, um das Tierheim Koppelweide vor dem Untergang zu bewahren.