Zuhause gefunden

Nach der Berichterstattung über die 47 beschlagnahmten Hunde aus einem Einfamilienhaus in Wipperfürth, war die Anteilnahme der Tierfreunde sehr groß. Wir haben viele Anfragen und Besuche von echten Tierfreunden erhalten. Viele haben die Bilder gesehen, in welch jämmerlichem Zustand die Hunde im Tierheim Koppelweide angekommen sind. Die kleinen Malteser hat es besonders schwer erwischt, denn durch ihr langes Fell wurde eindeutig erkennbar, wie schlecht der Pflegezustand war. Verklebt, verfilzt, verdreckt bis in die Ohren, schlechte Zähne, überlange Krallen, teilweise konnten die Tiere nicht laufen. Die Chihuahuas hatten solche Fellprobleme nicht, dafür wurde bei ihnen auch besonders deutlich, wie wenig menschlichen Kontakt sie hatten. Angst war der alles bestimmende Antrieb am Anfang ihres neuen Lebens. Verkriechen und verstecken wollten sie sich, nur ja keinen anschauen. Das war Anfang Dezember 2011.

Für die insgesamt 47 Hunde, davon 25 allein im Tierheim Koppelweide, die übrigen im Tierheim Wipperfürth, begann ab dann eine neue Zeitrechnung. In der Koppelweide wurden die Tiere in Zimmer gesteckt, die nach ihrem „Fundort“ benannt wurden, um bei der Vielzahl von 25 Neuankömmlingen den Überblick zu behalten. So wurde also nach „Küche“, „Wohnzimmer“ oder „Keller“ unterschieden.

Nach gründlicher und manchmal auch nicht einfacher „Generalüberholung“ mit Pflege und viel Liebe kam kleine nette Hunde zum Vorschein, die sich sehr schnell in die Herzen der Mitarbeiter, Besucher und Ehrenamtler geschlichen haben.

Schon zum Adventskaffee im Tierheim bildeten sich richtige Menschentrauben vor den Fenstern zu den Hündchen. Nach gründlichem Kennenlernen von Interessent und Hund, konnten nach entsprechenden Vorkontrollen über die Voraussetzungen im neuen Zuhause – alle Hunde inzwischen vermittelt werden.

In der Zwischenzeit war die Zahl der Hunde noch angestiegen, da einige Hündinnen schon trächtig ins Tierheim gekommen waren und dort entbunden haben. Das heißt, die Entbindungen haben bei Mitarbeiterinnen zu Hause stattgefunden, da man die Tierchen in dem schlechten Zustand über Nacht nicht alleine lassen konnte und dort sind die Hunde auch geblieben bis die Welpen alt genug waren, um zurück ins Tierheim zu ziehen.

Die letzten Welpen aus dieser Massentierhaltung konnten Anfang Februar 2012 in ihr neues Zuhause entlassen werden. Sehen sie selbst, welch propere Kerlchen und Mädels da in eine neue Familie einziehen konnten. Selbst für den herzkranken King Loui ist ein tolles Frauchen gefunden worden.

Für alle hat sich hoffentlich zeitlebens alles zum Guten gewendet. Die besten Wünsche aus der Koppelweide begleiten sie jedenfalls.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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